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Sachsen wird zum E-Auto-Land

Seit April 2017 stehen Fahrern von e-Modellen auf dem Besucherparkplatz der Gläsernen Manufaktur in Dresden zwei Schnellladesäulen mit vier Ladepunkten zur Verfügung.
Fahrern von E-Modellen stehen auf dem Besucherparkplatz der Gläsernen Manufaktur von VW in Dresden zwei Schnellladesäulen mit vier Ladepunkten zur Verfügung.  © VW/Gläserne Manufaktur

Geht es um autonomes Fahren, dann rückt auch die Elektromobilität in den Blick. Sachsen gehört als E-Autoland bei Forschung, Entwicklung und Anwendung zu den Pionieren in Deutschland.

So haben Volkswagen Sachsen und die sächsische Landeshauptstadt bereits im November 2016 eine Partnerschaft geschlossen, um Dresden zu einer Modellstadt für Elektromobilität, Digitalisierung und innovatives Fuhrpark-Management (»Car-Sharing«) weiterzuentwickeln: Die Smart City Dresden 2025+ setzt auf nachhaltige und integrierte urbane Mobilität.

Volkswagen Sachsen baut zugleich die Gläserne Manufaktur zum »Center of Future Mobility« aus. Dort werden jährlich rund 16.000 e-Golfs montiert (Stand 2019) – und zugleich erleben Hunderte Besucher täglich die Faszination der neuen Technologien. Mit dem »Future Mobility Incubator« unterstützt Volkswagen Unternehmensgründer aus aller Welt, die ihre Ideen für Mobilitätsdienstleistungen direkt in der Gläsernen Manufaktur zur Marktreife bringen können.

Volkswagen eröffnet IT-Entwicklungszentrum in Dresden

Den Startschuss für das Software Development Center in der Gläsernen Manufaktur Dresden gaben am 20. Juni 2019 (v.l.) Kai Siedlatzek, Geschäftsführer Finanz & Controlling Volkswagen Sachsen, der Sächsische Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Martin Dulig, und Peter Garzarella, Leiter IT-Softwareentwicklung Volkswagen Konzern.  © VW/Gläserne Manufaktur

Im Juni 2019 eröffnete Volkswagen in Dresden ein neues IT-Entwicklungszentrum. Im »Software Development Center Production« (SDC Production) werden perspektivisch bis zu 80 neu eingestellte IT-Spezialisten an der Volkswagen Industrial Cloud arbeiten.

Die Gläserne Manufaktur dient zudem als Technikum zur Erprobung innovativer Technologien in der Produktion. Leitidee ist hier die Automatisierung von komplexen Arbeitsschritten bei der Montage. So wird der Dachhimmel beim e-Golf bereits durch einen Roboter eingebaut. Ein anderes wichtiges Projekt befasst sich mit der Mensch-Roboter-Kollaboration.

»Die Gläserne Manufaktur ist das Schaufenster für Elektromobilität und jetzt auch ein Pilotwerk für den Volkswagen Konzern. Außergewöhnlich ist, dass wir bei laufender Fertigung unsere Automatisierungsprojekte vorantreiben. Eine Technologie, die es bei uns zur Serienreife schafft, kann im weltweiten Automobilbau eingesetzt werden. Damit bringen wir unsere Expertise im Konzern ein und schärfen unser Standort-Profil weiter.«

(Lars Dittert, Standortleiter der Gläsernen Manufaktur Dresden)

Auf dem Weg zur Elektromobilität – mit Fahrzeugen aus Sachsen

Alle 8.000 Mitarbeiter im Werk Zwickau werden für die Produktion des ID.02 geschult.  © Volkswagen AG

In Sachsen wird weltweit erstmals eine große Autofabrik komplett vom Verbrennungsmotor zum Elektroantrieb umgerüstet – und das bei laufender Produktion. Das Volkswagen Werk Zwickau wird zum größten und leistungsfähigsten E-Werk Europas.

Schon 2019 wurden dort die ersten vollelektrischen ID.3-Fahrzeuge hergestellt. 2020 folgten die Automobile der Baureihe ID.4. In der finalen Ausbaustufe ab 2021 sollen in Zwickau 330.000 rein elektrische Autos pro Jahr für Volkswagen, Audi und Seat gefertigt werden. Dafür investiert der Konzern 1,2 Milliarden Euro in den hochmodernen Standort in Sachsen.

BMW Group setzt in Leipzig auf alternative Antriebe

Produktion im BMW Group Werk Leipzig.
Produktion im BMW Group Werk Leipzig.  © BMW

Im Leipziger Werk der BWM Group werden seit 2013 die innovativen BMW i-Fahrzeuge mit alternativen Antrieben und modernen Leichtbaukarosserien aus Carbon gefertigt. Mehr als 180 E-Autos rollen dort täglich vom Band. Vier Windräder, die auf dem Werksgelände errichtet wurden, liefern dafür grünen Strom. Insgesamt hat BMW in Leipzig mehr als zwei Milliarden Euro investiert.

Porsche bereitet in Leipzig die Fertigung von Elektro-Fahrzeugen vor

Die hochmoderne Pilothalle im Porsche-Werk in Leipzig.
Die hochmoderne Pilothalle im Porsche-Werk in Leipzig.  © Porsche AG

In Leipzig ist auch der Stuttgarter Automobilhersteller Porsche mit einem Werk vertreten. Aktuell fertigen die Mitarbeiter dort neben Modellen mit reinen Benzinantrieben auch Hybrid-Fahrzeuge. Doch der Konzern setzt auf Elektromobilität und wird voraussichtlich ab 2022 in Leipzig mit der Produktion des vollelektrischen Macan beginnen. Dazu wird das Werk derzeit massiv erweitert; Porsche investiert dafür noch einmal 600 Millionen Euro.

Daimler AG produziert Lithium-Ionen-Batterien im sächsischen Kamenz

Gemeinsamer Werksrundgang am 6. November 2018 in Kamenz mit Michael Kretschmer (4.v.l.), Ministerpräsident Sachsen, Roland Dantz (2.v.l.), Oberbürgermeister der Stadt Kamenz, Dieter Zetsche (3.v.r.), Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, Ola Källenius (3.v.l.), im Daimler-Vorstand verantwortlich für Konzernforschung und Entwicklung Mercedes-Benz Cars, Jörg Burzer (l.), Leiter Qualitätsmanagement Mercedes-Benz Cars, Frank Deiß (2.v.r.), Leiter Produktion Powertrain Mercedes-Benz Cars, Heiko Steinmetz (r.), Geschäftsführer Accumotive.  © Daimler AG

Für die Elektro-Offensive der Daimler AG spielt der Standort Sachsen eine wichtige Rolle: Schon seit 2012 produziert die Tochtergesellschaft Deutsche Accumotive GmbH & Co. KG in Kamenz Lithium-Ionen-Batterien für Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und smart.

Neben der laufenden Serienproduktion für verschiedene Plug-In- und Hybrid-Batterien hat das Unternehmen in jüngster Vergangenheit 500 Millionen Euro in eine zweite Fabrik investiert. Dort werden Batterien für vollelektrische Fahrzeuge hergestellt.
Damit vervierfachte sich die Produktions- und Logistikfläche an diesem Standort; zugleich wurde die Belegschaft auf gut 1.000 Mitarbeiter verdoppelt. Dieses Engagement der Daimler AG stärkt den Wirtschaftsstandort Sachsen, und ist ein großer Gewinn für die Region Ostsachsen.

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