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»Smart Systems & Infrastructure Hub« Dresden-Leipzig – das sächsische Kompetenzzentrum zur Digitalisierung

12 Kompetenzstandorte, 12 Netzwerke, die Forschung und Unternehmen verbinden – mit der Digital Hub Initiative treibt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Digitalisierung in ganz Deutschland aktiv voran. Der Freistaat Sachsen gehört zu den Hub-Standorten. Das ist auch der Sächsischen Staatsregierung zu verdanken, die die Städte Dresden und Leipzig bei ihrer gemeinsamen erfolgreichen Bewerbung für das nationale Hub-Konzept mit Nachdruck bestärkt und begleitet hat.

Unter der Bezeichnung »Smart Systems & Infrastructure Hub« setzen die beiden Städte seit März 2017 auf verschiedene Schwerpunkte der Digitalisierung: Leipzig konzentriert sich auf den Bereich Smart Infrastructure und arbeitet an Technologien für die moderne Energiewirtschaft, für die Smart City oder für e-Health. Dresden entwickelt für das Internet der Dinge und Dienste (IoT) notwendige Komponenten in den Bereichen Hardware, Software und Konnektivität. Die bereits vorhandene Infrastruktur wird dazu gebündelt und durch neue Elemente wie Start-ups und Kapitalgeber ergänzt.

Der preisgekrönte erste Image-Film des sächsischen de.hub Dresden-Leipzig: Der vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) beauftragte und durch significant.pictures produzierte Image-Film hat am 16. Mai 2018 in Hamburg beim WorldMediaFestival  den 1. Platz in der Kategorie »Web: Government-to-Citizen« gewonnen.
© SMWA

Industrie und Wissenschaft entwickeln gemeinsam das »Internet der Dinge« weiter

Infografik: Campus des Smart System Hub
Der geplante Campus des »Smart Systems Hub – Enabling IoT« in Dresden: Forschung, Startups, Inkubatoren, KMUs, Flaggschiff-Unternehmen und die öffentliche Hand sollen hier eng zusammenarbeiten.  © Smart Systems Hub GmbH

Der »Smart Systems Hub« bündelt die umfassende Kompetenz am Standort Dresden in den Schlüsselbereichen Hardware – Software – Connectivity. Er ist innerhalb kurzer Zeit zu einem attraktiven Forum für die gemeinsame Entwicklung und Erprobung von neuartigen IoT-Lösungen geworden, und findet zunehmend auch international Beachtung.

Der Hub bringt Wirtschaft, Wissenschaft, Start-up-Szene und Investoren im neuen Kontext entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammen. Damit trägt er dazu bei, sächsische Leitindustrien wie die Mikroelektronik und vor allem Sachsens Mittelstand nachhaltig zu stärken, Arbeitsplätze in der Region zu sichern und den IT-Standort Sachsen für internationale Investoren, Experten und Fachkräfte noch attraktiver zu machen.

Dafür bringen die drei Gesellschafter des Hubs ihre Expertise ein – das 5G Lab an der TU Dresden, der Branchenverband Silicon Saxony e. V. über seine Tochter Silicon Saxony Management GmbH und die HighTech Startbahn GmbH. Letztere berät und unterstützt Unternehmensgründer aus dem Hochtechnologie-Umfeld in der oft schwierigen Nachgründungsphase.

Der Smart Systems Hub, der sich mittlerweile auf »Next Generation Internet of Things (IoT)« konzentriert, konnte zudem eine Reihe gewichtiger Schlüsselpartner gewinnen und mit Kooperationsverträgen an sich binden. Dazu zählen die Chiphersteller Infineon und Globalfoundries sowie die Software-Konzerne SAP und T-Systems Multimedia Solutions. Ein wichtiger Partner für den Cluster ist auch der Freistaat Sachsen. Über die Richtlinie Clusterförderung reichte das Land bisher mehrere Millionen Euro an Fördermitteln aus. Die Landesregierung unterstützt damit Projekte und Aktivitäten des Hubs bis in das Jahr 2022.

»Die Entwicklung immer neuer Komponenten und Generationen von IoT-Hardware-, Software- und Connectivity-Technologien führt fortlaufend zu Anpassungen, denen sich Unternehmen stellen müssen. Bei der Entwicklung dieser neuen Technologiegenerationen spielt Sachsen als Europas führender Standort für die Entwicklung und Produktion von modernsten Mikroelektronikprodukten eine besondere Rolle.«

(Michael Kaiser, Geschäftsführer des Smart Systems Hub)

Trails durch den Hub machen die Zukunft der Industrie 4.0 erlebbar

Die Verbindung von Forschung mit der praktischen und erlebbaren Anwendung steht im Fokus des Dresdner »Smart Systems Hub – Enabling IoT«. Deshalb wurden für interessierte Gäste, Manager, Unternehmer, Investoren oder Studierende sogenannte Trails (dt.: Pfade) für spezifische Kompetenzfelder und Szenarien entlang der Wertschöpfungskette angelegt. Solch ein Trail kann Besuche bei Partnern, Firmen oder Forschungsinstitutionen aus ganz Sachsen beinhalten. Ein Trail-Oberthema stellt dabei den Forschungs- und Entwicklungsbereich »Industrial IoT« mit unterschiedlichen Schwerpunkten in den Mittelpunkt.

Trail »Robotic Co-Working«: Sichere Zusammenarbeit von Mensch und Roboter

Der »Robotic Co-Working«-Trail erkundet die Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit von Mensch und Roboter. Anhand von Demonstratoren zeigen die Forscher, wie Aktoren, Sensoren und Software in einer derart komplexen Situation zusammenwirken müssen, damit Sicherheit, Zuverlässigkeit und vor allem auch Effizienz gewährleistet sind. Die Expertengruppe um Prof. Uwe Aßmann, Professur für Softwaretechnologie an der TU Dresden, möchte zudem darstellen, wie diese adaptiven Systeme in eine flexible Produktionsinfrastruktur integriert und mit dynamischen Geschäftsprozessen kombiniert werden können.

Trail »Smart Sensor and Production Systems for Industrial IoT«: Durchgängige Digitalisierung der Produktion

Im Trail »Smart Sensor and Production Systems for Industrial IoT« werden innovative Lösungen zur durchgängigen Digitalisierung der Produktion vorgestellt, und zwar entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Trail »Industrial IoT Testbed«: Einblicke in die smarte Fabrik der Zukunft

Das »Industrial IoT Testbed« demonstriert den Einsatz von IoT-Komponenten und -Lösungen in der diskreten, industriellen Fertigung. In der Smart Factory der HTW Dresden, dem »Industrial Internet of Things Testbed« wird den Besuchern des Trails demonstriert, wie sich Informationen über Menschen, Maschinen und Material in einer industriellen Umgebung erheben, übertragen, verarbeiten und analysieren lassen.

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